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Trimmen / Zupfen

Das Fell der Rauhaarigen Terrier, aber auch von Schnauzern, Teckeln und einigen  anderen        Hunderassen weist eine Besonderheit auf.  Der größte Teil ihres Haares bleibt, obwohl bereits    abgestorben, noch für einige Zeit in der Haut stecken. Dieser Hunde benötigen professionelle Pflege, um von ihrem toten Haarkleid befreit zu werden.

Das Fell rauhaariger Hunde wird mit der Hand, einem stumpfen, nicht schneidefähigem Trimmesser oder einer Trimmhilfe ausgezupft. Mit ca. 4-6 Monaten beginnt das Fell zu verhaaren. Das bedeutet, daß die Haare in diesem Zeitraum absterben. Beim Zupfen/Trimmen werden jetzt diese losen Deckhaare, zusammen mit der Haarwurzel, ausgezupft.

Damit ein HUnd eine standartgerechte Frisur bekommt, ist es in der Regel nicht ausreichend, das komplette Haar wachsen zu lassen, um es dann mit einmal komplett zu entfernen. Hierbei bleibt praktisch nur noch Unterwolle zurück.

Besser ist es, das Haar, in Regelmäßigen abständen (ca. 4-5mal pro Jahr) zu Zupfen/Trimmen. Mit dieser Methode wird das so genannte „Rolling Coat“ erreicht.

Durch diese regelmäßige Zupfen/Trimmen entwickelt der Hund mehrere Haarschichten. Wenn jetzt eine Schicht abgestorbenes Haar ausgezupft wird, ist bereits eine neue, kürzere Haardecke vorhanden. So erhält der Hund ein pflegeleichtes und gesundes Haarkleid.

Auf diesem Bild sieht man ein perfektes    „Rolling Coat“. Im unteren Bereich frisches, kräftigen Haar, im oberen Bereich das bereits abgestorbene, helle Haar.

haar

Werden diese Rauhaarigen Hunde nicht fachgerecht gezupft, sondern das Haar mit der Schermaschine oder  Schere abgeschnitten, so geschieht folgendes: Das alte, bereits abge- storbene Haar, verhindert das durchwachsen des neuen Haares. Das Haar verhält sich jetzt wie eine Pflanze ohne Nährstoffe. Aus dem durch das tote Haar,   blockierten Haarwurzelbereich beginnen jetzt die sogenannten Nothaare zu wachsen. Diese Nothaare sind dünn, weich und haben mit der ursprünglichen Farbe keine Gemeinsamkeit mehr. Dieses dünne und kraftlose Haar ist für den Hund nicht mehr Wetterbeständig. Der Hund verliert damit seinen Schutz vor Nässe, Kälte und Sonne.

Das fachgerechte Zupfen/Trimmen des abgestorbenen Deckhaares ist für den Hund absolut schmerzfrei (voraussetzung ist hierbei aber immer, daß das Haar reif und genügend ausgewachsen) ist.

Wenn sich der Hund wärmend des Trimmens zur wehr setzt und beißt, hat der Hund keine Schmerzen, er ist ganz einfach „SCHLECHT ERZOGEN“.  Ein Hund der sie beim Trimmen/Zupfen zur wehr setzt, tut dies erfahrungsgemäß genauso beim schneiden oder scheren.

Es ist nicht ausreichend den Hund beim Hundefriseur abzugeben. Stillstehen auf dem Trimmtisch, sich überall anfassen lassen, kämmen und bürsten (auch wenn es mal ziept) usw. , muß bereits mit dem  Welpen zuhause trainiert werden. Das ist eine „Aufgabe des Hundebesitzers“. Nur so, ist der komplette Trimmvorgang für alle Beteiligten  streßfrei...